Manchmal scheint alles rasend schnell zu gehen. Zu schnell. Die Tage fliegen dahin, Informationen prasseln auf uns ein, und unerwartete Ereignisse tauchen ohne Vorwarnung auf. Eine neue Richtung im Beruf, zunehmende Erschöpfung, beunruhigende Nachrichten, ein persönlicher Umbruch … und plötzlich suchen wir nach Halt. Wie behalten wir das Gleichgewicht, wenn der Boden unter unseren Füßen schwankt? Wie erholen wir uns, ohne zu verhärten? Wie gehen wir voran, ohne uns selbst zu verlieren?
Genau um diese Fragen herum entstand die Idee zur Live Intelligence vom 18. Dezember, einer Sonderausgabe, die einem Wort gewidmet ist, das wir überall hören, aber selten genauer betrachten: Resilienz.
Eine lebendige und interaktive Online-Veranstaltung, die weniger große Reden und mehr konkrete Lösungen verspricht. Zwei Stunden zum Lernen, Austauschen, Fragen stellen und mit Ideen nach Hause gehen, die Sie gleich am nächsten Tag umsetzen können.
Was genau ist Live Intelligence?
Stellen Sie sich eine Veranstaltung vor, die sich eher wie ein Gespräch als eine formelle Konferenz anfühlt. Live Intelligence ist als interaktives Erlebnis konzipiert: Experten, Vordenker, Praktiker und Teilnehmer kommen zusammen, um ein zentrales Thema unserer Zeit zu diskutieren. Das Format fördert den Austausch von Perspektiven, Fragen und vor allem die praktische Anwendung.
Es geht nicht darum, eine Präsentation wie ein nebenbei laufendes Video einfach nur zu konsumieren. Hier treten wir aktiv in Kontakt, um unser Denken zu erweitern, Feedback aus der Praxis zu erhalten und wichtige Fragen zu stellen.
Ob Sie Berufstätiger, Unternehmer, Student, Führungskraft, Angestellter oder einfach nur neugierig sind – hier sind Sie richtig. Resilienz ist schließlich keine Frage des Berufs: Sie betrifft unsere Lebensweise, unseren Umgang mit Veränderungen und unsere Bewältigung des Unerwarteten.
Warum gerade jetzt das Thema Resilienz?
Weil wir es nicht mehr einfach hinnehmen können. Angesichts ökologischer Herausforderungen, wirtschaftlicher Spannungen, Veränderungen in der Arbeitswelt und sozialer Umbrüche ist jeder in seinem eigenen Ausmaß mit einer Form der permanenten Anpassung konfrontiert.
Resilienz ist keine Superkraft, die den „Starken“ vorbehalten ist. Sie ist auch kein Gebot, unter allen Umständen Höchstleistungen zu erbringen. Resilienz ist vielmehr die Kunst (und manchmal auch die Anstrengung), die Handlungsfähigkeit wiederzuerlangen. Es ist eine Fähigkeit, die sich entwickelt, die erlernt und durch innere Ressourcen – aber auch durch äußere Unterstützung – gefördert wird.
Diese Ausgabe von Live Intelligence hat sich zum Ziel gesetzt, dem Begriff „Resilienz“ wieder mehr Nuancen zu verleihen. Wir wollen über Resilienz sprechen, ohne die damit verbundenen Schwierigkeiten zu romantisieren. Wir wollen Strategien anbieten, ohne auf vorgefertigte Lösungen zurückzugreifen. Und wir wollen einen Raum schaffen, in dem wir gemeinsam darüber nachdenken können, was in schwierigen Zeiten wirklich hilft.
Drei Redner, drei sich ergänzende Perspektiven
Um das Thema umfassender zu beleuchten, bringt die Veranstaltung Referenten aus verschiedenen Fachbereichen zusammen. Ziel ist es, unterschiedliche Ansätze zu kombinieren und eine einseitige Betrachtungsweise zu vermeiden. Denn Resilienz wirkt sich auf verschiedenen Ebenen aus: individuell, kollektiv, organisatorisch und gesellschaftlich.
Dr. Émilie Martin – Psychologin mit Schwerpunkt auf psychischer Resilienz.
Wenn wir von Resilienz sprechen, denken wir oft an die Fähigkeit, „durchzuhalten“. Doch die Psychologie erinnert uns an einen wichtigen Punkt: Durchhalten ist nicht immer gleichbedeutend mit Heilung. Psychische Resilienz konzentriert sich darauf, wie wir mit Stress, Trennungen, Traumata und Enttäuschungen umgehen. Sie untersucht, was in unseren Gedanken, unseren Gefühlen und unserem Körper geschieht.
Mit Dr. Émilie Martin werden wir konkrete Mechanismen besprechen: wie unser Gehirn auf Gefahr reagiert, was unsere mentalen Ressourcen erschöpft und was sie wiederherstellen kann. Wir werden auch über Grenzen sprechen: was wir allein schaffen können und wo wir Hilfe benötigen. Denn Resilienz ist kein einsamer Weg, und um Unterstützung zu bitten, ist manchmal ein Zeichen von Mut.
Jean-Pierre Dubois – Unternehmer und Autor zum Thema Unternehmenstransformation.
Aus organisatorischer Sicht gewinnt Resilienz eine neue Dimension. Wie bewältigt ein Unternehmen eine Krise? Wie reorganisiert sich ein Team bei Marktveränderungen, Projektabbrüchen oder steigendem Druck? Und vor allem: Wie verhindern wir, dass „Resilienz“ zu einem Schlagwort verkommt, das immer mehr Anstrengungen fordert, ohne die Rahmenbedingungen zu verändern?
Jean-Pierre Dubois bringt eine praxisnahe Perspektive ein: die von Transformationsprozessen, die von innen heraus erlebt werden. Sein Ansatz ermöglicht die Diskussion hochaktueller Themen wie Agilität, Führung, Anpassung, Unternehmenskultur, Sinnfindung und Burnout-Prävention. Denn organisatorische Resilienz bedeutet nicht nur, „wieder aufzustehen“, sondern auch zu lernen, sich anzupassen und manchmal Dinge anders anzugehen.
• Sophie Lang – Expertin für nachhaltige Entwicklung und soziale Innovation:
Schließlich ist es unmöglich, über Resilienz zu sprechen, ohne das Kollektiv zu erwähnen. Resilienz beschränkt sich nicht auf die psychische Verfassung oder die Arbeit: Sie betrifft auch unsere Lebensräume, unsere Gemeinschaften und unsere Fähigkeit, die Herausforderungen von morgen gemeinsam zu meistern.
Sophie Lang wird über Resilienz im weitesten Sinne sprechen: soziale Innovation, nachhaltige Transformationen, gegenseitige Hilfe und neue Modelle. Es geht darum zu verstehen, wie gemeinschaftliche Projekte die Fähigkeit einer Gruppe stärken können, schwierige Zeiten zu überstehen, sich zu erholen und Verbindungen statt Isolation zu schaffen.
Ein für den Austausch konzipiertes Format
Die Live-Intelligence-Session am 18. Dezember findet als Podiumsdiskussion mit anschließender Fragerunde statt. Konkret bedeutet dies, dass die Teilnehmenden zunächst Zeit haben, den Rahmen zu erarbeiten, Standpunkte zu vergleichen und Beispiele zu nennen.
Dann folgt die Live-Session: Die Teilnehmenden können Fragen stellen, auf Gesagtes reagieren, um Klärung bitten, eine Idee hinterfragen oder eine Situation schildern. Dieser Moment ist oft der produktivste, da er eine allgemeine Diskussion in gezieltere, praxisnahe Antworten umwandelt.
Die Hauptthemen, die während der Ausgabe behandelt wurden
Ohne den gesamten Inhalt preiszugeben, seien hier die Themen genannt, die im Mittelpunkt der Diskussionen stehen werden:
Individuelle Strategien zur Stärkung der eigenen Resilienz
Welche täglichen Gewohnheiten können uns in stressigen Situationen stabilisieren? Welche Routinen unterstützen unsere mentale Verfassung und Energie? Wie können wir Warnsignale (Müdigkeit, Reizbarkeit, Antriebslosigkeit) erkennen, bevor sie sich verfestigen? Und wie können wir uns Freiräume schaffen, ohne uns schuldig zu fühlen?
Organisatorische Resilienz: Wie sich Unternehmen anpassen
Wir hören viel über Transformation, Agilität und Leistung. Doch wie schaffen wir ein wirklich resilientes Arbeitsumfeld? Was bedeutet es für eine Organisation, aus Krisen zu lernen? Wie bringen wir Strategie, Mitarbeiter und die Realität vor Ort in Einklang? Und welche konkreten Maßnahmen können die Anfälligkeit eines Teams gegenüber Krisen verringern?
Die Rolle von Gemeinschaften und Kollektiven
In schwierigen Zeiten ist es oft der Zusammenhalt, der uns rettet. Kollektive Widerstandsfähigkeit beruht auf Netzwerken, Solidarität und gemeinsamen Projekten. Wie können wir diese Dynamiken stärken? Wie gelingt der Wandel von „Jeder ist sich selbst der Nächste“ zu „Gemeinsam“? Und wie sehen Initiativen heute aus, die eine Gemeinschaft robuster und anpassungsfähiger machen?
Warum teilnehmen?
Man könnte es in einem Satz zusammenfassen: Weil Sie etwas Nützliches mitnehmen werden. Aber gehen wir noch einen Schritt weiter.
- Lernen ohne Langeweile: Die Veranstaltung ist so konzipiert, dass sie für jeden zugänglich ist. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Referenten vermitteln zwar Konzepte, aber vor allem einfache Erklärungen, Beispiele und Kernpunkte. Das Ziel: Verstehen und Handeln, nicht das Sammeln von Theorien.
- Ideen austauschen und Fragen stellen: Das ist es oft, was eine Konferenz von einer wirklich bereichernden Erfahrung unterscheidet. Haben Sie eine konkrete Situation im Sinn? Ein Team, für das Sie Unterstützung benötigen? Einen Moment der Unsicherheit? Eine präzise Frage? Dieses Format bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Gedanken und Gefühle zu äußern und neue Erkenntnisse zu gewinnen.
- Realistische Inspiration finden: Resilienz bedeutet nicht „Alles wird gut“. Es bedeutet „Ich werde einen Weg finden, es zu schaffen“. Unterschiedliche Geschichten, Strategien und Herangehensweisen können neue Dynamik verleihen – keine künstliche Motivation, sondern eine solidere, realitätsnahe Energie.
- Menschen zu treffen (auch online), die ähnliche Anliegen haben
, ist wertvoll. Natürlich kann eine Online-Veranstaltung ein persönliches Treffen nicht ersetzen. Aber sie kann ein seltenes Gefühl vermitteln: das Gefühl, mit bestimmten Fragen nicht allein zu sein. Und manchmal genügt genau das, um neue Möglichkeiten zu eröffnen.
Praktische Informationen und Anmeldung
Die Live-Intelligence-Session zum Thema „Resilienz“ findet am 18. Dezembervon 18:00 bis 20:00 Uhr. Die Veranstaltung wird online. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmenden einen Zugangslink.
- Datum: 18. Dezember
- Zeit: 18:00 – 20:00 Uhr
- Ort: Online (Link wird nach der Registrierung zugesendet)
Zur Anmeldung besuchen Sie einfach die offizielle Website der Veranstaltung und folgen Sie den dort beschriebenen Schritten.
Um nach dem Livestream weiterzumachen
Zwei Stunden sind intensiv, aber manchmal zu kurz. Neben der Live-Intelligence-Session stehen Ihnen verschiedene Ressourcen zur Verfügung, um tiefer in das Thema einzutauchen: Artikel, Fallstudien und Whitepaper. So können Sie Ihre Denkweise erweitern, andere Ansätze entdecken und Ihre eigenen Werkzeuge bereichern.
Und für alle, die ihre Ideen in die Praxis umsetzen möchten, werden weiterführende Workshops angeboten. Die Idee dahinter: nicht in der Inspirationsphase zu verharren, sondern Ideen in die Tat umzusetzen. Gewohnheiten zu etablieren, eine Strategie zu entwickeln, Methoden zu testen und diese anzupassen.
Ein Moment, um sich selbst etwas Gutes zu tun
Die spezielle Live-Session „Resilienz“ ist mehr als nur ein weiterer Termin im Kalender. Sie bietet Zeit zum Nachdenken und Innehalten. Ein Raum, in dem Sie sich die richtigen Fragen stellen, erfahrenen Menschen zuhören und gestärkt daraus hervorgehen können.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass diese Zeit Anpassung erfordert – oder wenn Sie Menschen unterstützen, die Hilfe benötigen – kann dieser Termin hilfreich sein. Denn Resilienz bedeutet mehr als nur „Durchhalten“. Sie beginnt oft mit einer einfachen Entscheidung: sich Zeit zu nehmen, um zu verstehen, was uns voranbringt, und Herausforderungen nicht länger unbewusst zu bewältigen.
Fünf weit verbreitete Missverständnisse über Resilienz (und warum sie ermüdend sind)
Resilienz ist ein viel diskutiertes Thema, und das aus gutem Grund: Je häufiger ein Begriff verwendet wird, desto mehr Missverständnisse entstehen. Bevor man sich überhaupt mit Live Intelligence in Verbindung setzt, lohnt es sich, einige schädliche Irrtümer auszuräumen.
„Resilienz bedeutet, niemals zusammenzubrechen.“
In Wirklichkeit kann ein Zusammenbruch ein Schutzsignal sein. Resilienz eliminiert Emotionen nicht; sie hilft uns, mit ihnen umzugehen.
„Man muss einfach positiv denken.“
Erzwungener Positivismus kann zu einer Form der Verleugnung werden. Resilienz beginnt oft damit, das Schwierige anzuerkennen, ohne sich davon beherrschen zu lassen.
„Resilienz ist eine angeborene Eigenschaft.“
Manche Menschen verfügen über andere Ressourcen, ja, aber Resilienzfähigkeiten können entwickelt werden: Gewohnheiten, Unterstützung, Beziehungsfähigkeiten, Lebensstil, Umfeld.
„Wir müssen alleine zurechtkommen.“
Das ist eine der größten Illusionen. Verbundenheit, Unterstützung und gemeinsame Kommunikation sind starke Beschleuniger.
„Widerstandsfähigkeit rechtfertigt alles.“
Nein. In einer Organisation sollte die Forderung nach Resilienz niemals dazu missbraucht werden, toxische Zustände zu normalisieren. Manchmal liegt die Lösung nicht in der „Anpassung“, sondern in der Veränderung des Systems.
Beispiele für Fragen, die man live stellen kann
- Wie gewinnt man nach einem beruflichen Misserfolg sein Selbstvertrauen zurück?
- Wie kann man ein müdes Team unterstützen, ohne zusätzlichen Druck auszuüben?
- Welche einfachen Gewohnheiten schützen am besten langfristig Energie und mentales Wohlbefinden?
Noch etwas: Resilienz hat auch mit Sanftmut zu tun
Resilienz wird oft mit Härte und Widerstandsfähigkeit gleichgesetzt. Es gibt jedoch eine andere, subtilere Form der Resilienz: eine, die Anpassungsfähigkeit, Geduld und die Fähigkeit, sich selbst mit mehr Freundlichkeit zu begegnen, umfasst. Die Live Intelligence Session am 18. Dezember lädt dazu ein, diese Nuance zu erkunden. Um eine Stärke zu entwickeln, die nicht erdrückt, eine Anpassungsfähigkeit, die nicht verleugnet, und einen Weg nach vorn, der den Rhythmus des Lebens respektiert.
Nach dem Livestream sollten Sie sich zehn Minuten Zeit nehmen: Lesen Sie Ihre Notizen noch einmal durch, wählen Sie eine Aktion aus und teilen Sie diese mit jemandem, damit sie morgen Realität wird.
Quelle: Lesen Sie den Originalartikel