Google Glass: Ein Versprechen, das seiner Zeit zu weit voraus war
Hochwertige Smartbrillen – Als Google Glass auf den Markt kam, verkörperten sie eine visionäre Idee: nützliche Informationen in die Realität einzublenden, spontan Bilder aufzunehmen und zu navigieren, ohne ein Smartphone in die Hand nehmen zu müssen. Damals wirkte das Konzept futuristisch; die Umsetzung stieß jedoch auf ein doppeltes Hindernis. Zum einen war die Technologie noch unausgereift: begrenzte Akkulaufzeit, Überhitzung, ein unauffälliges, aber unvollkommenes Display und fragwürdige Ergonomie. Zum anderen gab es sofortige gesellschaftliche Ablehnung, die für ein Konsumprodukt selten so stark ausgeprägt war. Der Träger wurde zum Symbol des Misstrauens, nicht der Innovation.
Das Unbehagen rührt ebenso sehr vom Design her wie von dem, was es symbolisiert. Ein asymmetrischer Rahmen, ein sichtbares Modul, eine Kamera , die als permanent eingeschaltet wahrgenommen wird: Selbst im ausgeschalteten Zustand erwecken Smart Glasses der ersten Generation den Eindruck, aufzuzeichnen. Die Angst ist nicht theoretischer Natur; sie ist im Alltag verankert, im Café, im Großraumbüro, im Museum. Ein einziger Spitzname genügt, um die kulturelle Kluft zu verdeutlichen: Das Objekt schafft Distanz statt Verbindung. Augmented Reality (AR), verstanden als das Hinzufügen digitaler Elemente zum Sichtfeld, wird mit Eindringen, nicht mit Faszination assoziiert.
Warum ändert sich die Geschichte fünfzehn Jahre später?
Die Rückkehr der Smartglasses
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